Vor den Werkstoren der Hoechst AG gab 1981 der Dreifache Olympiasieger von 1952, die „tschechische Lokomotive“ Emil Zatopek, den Startschuss. Gemeldet hatten sich über 3000 Läuferinnen und Läufer, ins Ziel kamen etwas mehr als 2500. Auch Eugen Föt, mittlerweile 60 Jahre alt, zahlte damals 20,00 DM Startgeld. Professionell vorbereit war der Fußballer und Gelegenheitsläufer nicht. Er hatte lediglich das Werbeplakat gesehen und sich spontan zum Mitlaufen entschlossen.
„Meine Frau hat mich für verrückt erklärt“, erinnert er sich. „Und beim Start am Fabrikgelände hat es gestunken, ich wollte einfach nur weg.“ Was dem Frankfurter durchweg zügig gelang. „Sobald ich Zuschauer sah, habe ich sogar Zwischenspurts eingelegt.“ Angekommen ist der Debütant nach 3:21 Stunden. Föt ist einer von vier Läufern, die seither jedes Jahr gefinisht haben beim ältesten deutschen Stadtmarathon - und am 30. Oktober 2011 bei der Jubiläumsveranstaltung wieder am Start vor dem Messeturm stehen werden.
|